Neues aus der Sekundarstufe

Field trip of grade 12 to Sumatra

In the beginning of a rainy October, our whole class of 2018 flew 872 kilometers away from Jakarta to Sumatra together on our last class trip. We were greeted with a warm welcome from our insightful tour guide Adi, our skilled bus driver Andi, and their helpful assistant driver Ari. After four hours of bus drive passing the hustle and bustle of North Sumatra’s capital city Medan, we finally took our luggages on a rickety wooden bridge hovering over and across the stunning river of Gunung Leuser National Park. We finally dined at a riverside restaurant and spent our first night in simple rooms of the bamboo lodges. Later at night some of us hung out, while others started a five day streak of playing UNO cards.

The next day I woke up, amused by the fact that my hair was still damp from yesterday’s shower because of the super humid air. Thankfully, it didn’t matter much because we started our morning in that day with a refreshing three hour trek through the tropical rainforest. We were so lucky to see orangutans, hornbills, long-tailed macaques and several types of leaf monkeys. The start of the road was also planted with rubber trees and eventually developed into the wilderness – a sanctuary for the animals. We were told that all orangutans there were set free from quarantine from the beginning of this year! The oil palm plantations were not expanding anymore as well, but they do still require a tremendous amount of water to tend, this unfortunately wasn’t enough to fulfill both the needs of plantations and villagers who live nearby. 

During the rest of our trip we ventured on the Wampu River, where we did a long white water raft. We found some waterfalls, cliffs and quicksands. Past the middle of the trip we had to climb some treacherous cliffs – one to have lunch and the second was a little de-route to avoid an ongoing water dam construction. This is where most of us got a personal souvenir of our own… THIGH SUNBURNS!! After the raft, we had to survive another few hours of bus ride before reaching a four-star hotel in Medan and be finally blessed with a relaxing warm shower. Some of us even did a beauty-mask-night. Personally, I think today was one of the most unique and exciting days of the entire trip.

On our way to Samosir Island we passed the traditional Berastagi Market, where we discovered the mouth-watering “buah kesemek” (kaki fruit) – of course we indulged in it while we had our chance! Upon arriving in the island by boat, we spent the remainder of the trip mostly visiting several Batak tribes, long houses, ancient kingdoms and the Simarjarunjung village, as well as some royal tombs in Samosir island of Mount Toba, where we learned the traditions of the Ambarita village – famous for its cannibals and death sentence rituals. Although so, all other Batak tribes in North Sumatra – Karo, Simalungun, Mandailing, Pakpak and Mandailing did not have cannibalistic traditions. Afterwards, some went for a walk in another area, while the majority returned to our hotel, Toledo Inn, where we swam and jumped off from a bridge repetitively for several hours just to shoot the perfect stunt video from our phone – even the low battery notification and freezing legs did not stop us!

Our flight was late at night, we were all ready to fly home but also thankful for Sumatra and the memories she gave us. I am pretty sure the sunburns will last long, but more confident that the relationships we built as a class will last much longer!

by Kathleen Chamdani

 

Schüleraustausch 2017 – Zu Gast bei Freunden

Drei Jahre ist es nun her, dass das Alexander-von-Humboldt Gymnasium in Schweinfurt und die Deutsche Schule Jakarta erstmals einen Schüleraustausch vereinbarten und mit der Planung begannen. Im Oktober 2015 war es dann soweit: 30 indonesische Schüler der DSJ brachen von Jakarta aus zu einem ersten Besuch nach Schweinfurt auf, im Gepäck kaum mehr als eine vage Vorstellung dessen, was sie dort erwarten würde. Werde ich mich mit meinem Austauschpartner verstehen? Wird die Gastfamilie nett zu mir sein? Werde ich das Essen mögen? Wie kalt wird es sein? Werde ich mit den kulturellen Unterschieden zurechtkommen? Ist mein Deutsch gut genug? – Fragen, die sich damals sicher der ein oder andere Schüler stellte. Wie dieser erste Austausch dann verlief, übertraf unsere kühnsten Erwartungen. Dank der Gastfreundschaft der Schweinfurter Familien lösten sich die meisten Ängste bereits in den ersten Tagen in Luft auf. Ähnlich erging es vielleicht auch den Schweinfurter Jugendlichen, als sie im letzten Jahr zum Gegenbesuch an die DSJ kamen. Wir haben dieses Jahr viele der Schüler, wieder getroffen, die 2016 bei uns zu Gast waren, und wurden am AvH herzlich ge- und begrüßt. Drei Schüler nahmen sich nach einem Bewerbungstraining im Jugendgästehaus, das zufällig auch unsere Unterkunft war, sogar noch die Zeit zu einem kleinen Plausch mit uns, um in Erinnerungen zu schwelgen. Man darf sicher ohne zu übertreiben feststellen, dass der erste Schüleraustausch zwischen dem AvH und der DSJ ein Erfolg war.

Aber wie heißt es im Sport so schön: „Es ist weitaus schwieriger einen Titel zu verteidigen, als ihn zu erringen“ und so lag die Messlatte für die zweite Auflage dieses Austausches spürbar höher. Dank der begeisterten Erfahrungsberichte älterer Mitschüler und Geschwister, waren die Berührungsängste deutlich geringer und die vage Vorstellung war einer gewissen Erwartungshaltung und Vorfreude gewichen. Und wieder war es das AvH Schweinfurt, dass sich der Herausforderung Gastgeber zu sein und sich am erfolgreichen ersten Austausch messen zu lassen als erster zu stellen hatte. Das taten sie – und wie! Der Vorrat an netten, gastfreundlichen Menschen scheint in Schweinfurt unerschöpflich zu sein. Die meisten unserer Jugendlichen haben sich bei ihren Gastfamilien ausgesprochen wohlgefühlt. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Schweinfurter Gastfamilien für alles, was sie für unsere Schüler getan haben.

Auch bei der Planung unseres Besuches wurde sich bereits im Vorfeld viel Mühe gegeben, um die zwei Wochen für unsere Schüler zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Einen absoluten Volltreffer landete das AvH dabei mit der Idee eines Ausfluges nach Garmisch-Partenkirchen und dem Besuch der Zugspitze, dem höchsten Berg Deutschlands. Bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein erlebten einige unserer Schüler auf dem Berggipfel zum ersten Mal Schnee. Aber auch für einige schneeerfahrene deutsche Kinder, die wir dieses Jahr dabei hatten, war der Besuch der Zugspitze ein tolles Erlebnis! Selbst die Wanderung um den nebligen Eibsee am Fuße schneebedeckter Berge fand ein Großteil unserer Schüler klasse – und dies, obwohl zu Fuß zu gehen nun wirklich nicht zu unseren Stärken zählt! In der zweiten Woche stand dann für einige Neuntklässler ein 5-tägiges Betriebspraktikum an, während sich der Rest der Gruppe Nürnberg und Würzburg mit seiner Campus-Universität Hubland ansah. Neben den beiden Städtetrips besuchten wir auch eine Zementfabrik und einen Weinberg mit dazugehöriger Kelterei, bei der eine unserer Schülerinnen ihr Praktikum absolvierte. Familie Schmitt führte uns nicht nur in die Geheimnisse des Weinanbaus ein, sondern verköstigte uns auch mit selbst zubereitetem „Gerupftem“, einer fränkische Käsespezialität, Kochkäse, frischen Brezeln und Traubensaft aus eigenem Anbau – natürlich alkoholfrei! Vielen Dank dafür, liebe Familie Schmitt!

Unser Dank für die Planung all dieser gelungenen Ausflüge gilt Frau Höfer und Herrn Hartmann, der darüber hinaus auch bei der Zusammenstellung der Austauschpärchen wieder ein sehr glückliches Händchen bewies. Auch bei Frau Jüngling, die uns auf dem Ausflug nach Garmisch begleitet hat, möchten wir uns für die schöne Zeit dort herzlich bedanken.

Die vielfältigen Erfahrungen, die Schüler bei einem Kulturaustausch machen können, sind oft wesentlich weniger offensichtlich als die Vorzüge eines reinen Sprachaustausches, daher bedanken wir uns nicht zuletzt bei dem Schulleiter des AvH, Herrn Klemens Alfen, der diesen Kulturaustausch von seinem Vorgänger übernommen, an ihn geglaubt und ihn weitergeführt hat.

Liebe Schweinfurter, wieder einmal habt ihr einen tollen ersten Teil unseres Austausches geboten. Wir haben nun ein Jahr Zeit uns auf den zweiten Teil, euren Besuch bei uns, vorzubereiten. Hoffentlich werden wir 2018 ähnlich gute Gastgeber für euch sein, wie ihr es für uns wart. Wir werden uns ins Zeug legen und freuen uns auf euch!

Sampai jumpa lagi di Indonesia – Bis bald in Indonesien,

Im Namen einer dankbaren Partnerschule,
Grace Hitijahubessy  &  Michael Curdts